Welche Google Ads-Kampagnen sollte man auf jeden Fall nutzen?

Sie können auf Google Ads verschiedene Arten von Kampagnen schalten, ich zeige Ihnen, welche Sie auf jeden Fall nutzen sollten. Wir schauen uns dabei an, was für ein kleines Unternehmen mit Nischenangebot Sinn macht und welche Kampagnen bei größeren Unternehmen nicht fehlen sollten.

Welche Kampagnenarten gibt es bei Google Ads?

Sie können Ihre Anzeigen in den Suchtreffern von Google schalten, als Bildanzeigen auf verschiedenen Sites im Internet. Aber Sie können genauso Shopping-Anzeigen schalten, in denen das Produkt selbst im Vordergrund steht. Zudem bietet Google Werbung auf YouTube an und schließlich steht Ihnen auch die Möglichkeit offen, Apps bewerben zu lassen.

Sie blicken nicht mehr durch? Kein Problem, merken Sie sich erstmal die wichtigsten Arten: Suche, Display & Shopping.

Suchkampagnen sind der Ursprung der Google-Werbung

Wenn Sie Ihre Anzeigen in der Google-Suche schalten, erstellen Sie Textanzeigen, die zusammen mit den organischen Suchtreffern von Google ausgeliefert werden. Deshalb haben Suchanzeigen auch grundsätzlich ein ähnliches Aussehen wie Suchtreffer.

Welche Google Ads-Kampagnen sollte man auf jeden Fall benutzen - ZebraDas bedeutet, dass für Nutzer auf den ersten Blick kein Unterschied zwischen Ihrer Anzeige und normalen Suchtreffern besteht. Das ist ein riesiger Vorteil. Google hat in seiner über 20-jährigen Geschichte eine Menge Vertrauen bei Internetnutzern aufgebaut. Klare Richtlinien für bezahlte Anzeigen sorgen dabei dafür, dass auch bezahlte Treffer eine gewisse Qualität besitzen.

Oft klickt der Nutzer direkt auf den ersten Treffer, der ihm angeboten wird. Und selbst wenn er das nicht tut, wird oft kein Unterschied zwischen organischen und bezahlten Suchtreffern gemacht Zudem haben Werbetreibende selbst ein großes Interesse daran, Nutzer auf qualitativ hochwertige Seiten zu leiten. Als letzter wichtiger Faktor ist noch die Relevanz zu nennen. Weil der Nutzer genau nach den gewählten Schlüsselwörtern gesucht hat, besitzen Suchanzeigen eine hohe Relevanz für den Suchenden

Die Conversionraten von Suchkampagnen

Das wirkt sich alles enorm auf Ihre Conversionrate aus. In von mir betreuten Shops liegt sie zwischen 1,8% und 2,0% in den letzten Jahren. Suchkampagnen sind damit die conversionstärksten Kampagnen bei Google Ads.

Welche Google Ads-Kampagnen sollte man auf jeden Fall benutzen - BudgetDas heißt allerdings nicht automatisch, dass sie auch die besten Kampagnen darstellen. Man muss beachten, dass der Umstand, dass sie so conversionstark sind, Suchanzeigen auch enorm teuer macht. Die Konkurrenz für relevante Klicks von interessierten Nutzern ist ziemlich hoch. Die wichtigen Suchbegriffe in den jeweiligen Branchen sind immer teuer.

Die Konsequenzen für Ihre Suchanzeigen

Deshalb müssen Sie die goldenen Regeln der Google Ads-Werbung beachten. Kommunizieren Sie deutlich, was der Nutzer zu erwarten hat. Nur so lassen sich negative Überraschungen ihn vermeiden. Ein enttäuschter Nutzer wird sehr sicher nicht bei Ihnen einkaufen oder Ihr Lead werden. Sorgen Sie außerdem für Relevanz der Anzeigen. D.h. die Auswahl der Schlüsselwörter sollte zu Ihrem Angebot passen. Schließlich sollten Sie nicht vergessen, einen CTA in Ihre Anzeige einzubauen.

Die erwähnten Faktoren sind ein Grund dafür, dass Suchanzeigen auch eine kleinere Preissensitivität besitzen. Die Conversionraten über verschiedene Shops (hoch- und niederpreisig) gleichen sich. Sie können über qualitativ gute Anzeigen und die richtige Strategie einen hohen ROAS herausziehen. Generell wird in den betreuten Shops ein ROAS von 1.400% bis 1.500% erreicht.

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Wenn Sie also Werbung auf Google Ads schalten, sollten Sie normalerweise auf Suchkampagnen nicht verzichten. Zu dieser Regel gibt es nur wenige Ausnahmen. Lifestyle-Produkte können es in Suchkampagnen relativ schwer haben, weil manchmal keine Relevanz zu entsprechenden Suchbegriffen hergestellt werden kann. Hier kann es ratsam sein, Video-Kampagnen zu schalten und diese durch Werbung auf Instagram oder anderen trendigen sozialen Kanälen zu ergänzen.

Display-Kampagnen sorgen für Reichweite

Displaykampagnen beruhen auf Bildanzeigen. Diese Anzeigen begegnen Ihnen überall im Netz oder sie blinken auf dem Display Ihres Handys auf.

Während sich Suchkampagnen nur leicht verändert haben über die Jahre, sind Displayanzeigen heute schwieriger zu vermarkten als früher. Es gibt jedoch einige Spezialformen der Displaywerbung, die trotzdem annehmbare ROAS-Zahlen hervorbringen.

Welche Google Ads-Kampagnen sollte man auf jeden Fall benutzen - Display
Displaywerbung in ungewohnter Manier

Der große Vorteil von Displayanzeigen ist, dass man direkt für die relevante Zielgruppe sichtbar sein kann. Wenn Sie Winterartikel verkaufen, können Sie Ihre Anzeigen in Skiblogs unterbringen, Reifenverkäufer können gut auf Autoblogs werben. Allerdings können Sie auch breiter werben und z.B. in den Onlineausgaben der großen Tageszeitungen sichtbar sein.

Hier kommt es darauf an, welche Leistung man anbietet oder welches Produkt man verkauft. In relevanten Zielgruppen ist die Conversionrate natürlich höher, allerdings werden Sie durch breit gefächerte Displaywerbung als Unternehmen bekannter. Dieser Wert lässt sich durch die Conversionrate eben nicht darstellen.

Remarketing ist richtig conversionstark

Zusätzlich gibt es die Möglichkeit über Displaykampagnen Remarketing zu betreiben. Bei Remarketing werden Sie für Nutzer sichtbar, die schon einmal auf Ihrer Website waren oder sogar schon auf Ihrer Site etwas in den Warenkorb gelegt haben, ohne das Produkt schließlich zu kaufen.

Die Erinnerung an Ihre Site erhöht die Conversionwahrscheinlichkeit enorm. Menschen vergessen oft, was wenige Tage zurückliegt. Wenn Sie sich aber diesen Nutzern in Erinnerung rufen, werden Sie Ihren Umsatz deutlich steigern können. Die Conversionrate liegt meist um das 3- bis 5-fache über anderen Displaykampagnen Im Extremfall konnten wir schon Conversionraten von über 6,5% erreichen.

Wenn Sie also Bedenken bezüglich Displaywerbung haben, sollten Sie also sich zuerst einmal mit Remarketing-Anzeigen auseinandersetzen. Sie sind ein guter Einstiegspunkt für Displaykampagnen.

Gmail-Anzeigen

Andere Arten von Displayanzeigen sind Lightbox-Anzeigen, die auf Handys zum Einsatz kommen und Gmail-Kampagnen. Hier möchte ich vor allem kurz auf Gmail-Anzeigen zu sprechen kommen, weil sie nach Remarketing-Anzeigen die effektivste Displaywerbung darstellen.

Diese Bildanzeigen sind zuerst einmal Textanzeigen, die in der Inbox der Nutzer auftauchen. Interessiert sich ein Nutzer für die Anzeige, klickt er darauf und es tauchen mehr Informationen und ein Bild dazu auf.

Auch hier ist der große Vertrauensbonus, den Google genießt, das Pfund, mit dem Sie wuchern können. Da Werbemails von Gmail in eigene Tabs verfrachtet werden, haben die Anzeigen in der normalen Inbox ein Alleinstellungsmerkmal und fallen auf. Die Conversionwahrscheinlichkeit steigt. Bei unseren verwalteten Konten zeigte sich das gar nicht so arg an der Conversionrate, sondern eher im ROAS, der doppelt so hoch wie bei normalen Displayanzeigen lag.

Conversionraten von Display-Kampagnen auf Google Ads

Insgesamt sind Displayanzeigen eine gute Wahl, wenn Ihr Ziel Sichtbarkeit lautet. Für Umsatz sorgen Displayanzeigen vor allem im Remarketing-Bereich.

Allgemein liegt die Conversionrate bei Displaykampagnen meist zwischen 0,2% und 0,4%. Aber wie bereits erwähnt, können Sie auch mit speziellen Arten der Displaywerbung profitorientiert arbeiten.

Shopping-Kampagnen sind preissensitiv

Shopping-Anzeigen tauchen neben Suchtreffern oder darüber als Produktbilder mit Preisangaben auf. Viel Einfluss auf die Gestaltung hat der Werbetreibende hier nicht und deshalb auch wenig Möglichkeiten ein Alleinstellungsmerkmal zu schaffen.

Das augenfälligste Merkmal bei Shopping-Anzeigen ist der Preis. So sind Shopping-Kampagnen auch mit die preissensitivste Art, auf Google Ads Werbung zu betreiben.

Das Merchant Center als Einstiegshürde

Beim Shopping gibt es auch eine Einstiegshürde, die es etwas verkompliziert Shopping-Anzeigen zu schalten. Anstatt nur eine Landingpage zu generieren, muss hier jedes beworbene Produkt eine eigene Seite haben. Um Google Ads diese Produkte gebrauchbar zu machen, müssen sie im Google Merchant Center (GMC) hochgeladen werden.

Das kann manuell geschehen (ab genügend Produkten sehr unhandlich) oder über einen Shopping Feed. Diese Art von Feeds werden von gängigen Verkaufsplattformen automatisch erstellt, sie müssen nur noch dem Merchant Center bekannt gemacht werden.

PuzzleFür das Merchant Center selbst muss man sich jedoch auch extra anmelden und den Merchant Center-Account mit dem Google Ads-Konto verknüpfen. Das ist machbar, allerdings für wirkliche Anfänger eine beträchtliche Hürde.

Große Schwankungen in der Conversionrate bei Shopping-Kampagnen

Da nun mal der Preis am meisten auffällt, hat man bei Shopping-Anzeigen eher schlechte Karten, wenn man teurer als die Konkurrenz ist. Das lässt sich im Merchant Center relativ schnell nachprüfen.

Die Gestaltungsmöglichkeiten sind bei Shopping-Kampagnen begrenzt, die strategische Ausrichtung der Kampagnen kann man allerdings trotzdem übernehmen. das bedeutet, Sie können sich z.B. nur auf bestimmte Geräte konzentrieren.

Nichtsdestrotz schwankt die Conversionrate von Shop zu Shop am meisten. In von uns betreuten Google Ads-Konten schwankt die Conversionrate zwischen 0,8% und 1,6%, je nachdem wie teuer der Shop im Vergleich zur Konkurrenz liegt.

Sie sollten Shopping-Kampagnen vor allem dann in Betracht ziehen, wenn Ihre Preispolitik ‚günstig‘ lautet. In diesem Fall sollten auch die Einstiegshürden Sie nicht aufhalten, Shopping-Anzeigen zu schalten.

Videokampagnen bei Google Ads

Schließlich wenden wir uns noch den Video-Kampagnen zu. Sie verkörpern ein sehr modernes Anzeigenformat und werden normalerweise vor Videos auf YouTube abgespielt. Möglich sind allerdings auch textartige Anzeigen in den YouTube-Suchergebnissen und -Empfehlungen, die aber genauso auf ein Video oder Kanal verweisen müssen.

Junge in Video
Videos können ausdrucksstark sein

Sie benötigen also auf jeden Fall ein Video, um Videoanzeigen schalten zu können. Damit ähneln Video-Kampagnen am meisten der klassischen TV-Werbung (auch wenn sie deutlich billiger daherkommt). Google tut einiges dafür, dass Nutzer nicht nur die Werbevideos anschauen, sondern auch das beworbene Produkt kaufen oder andweitig ein Lead von Ihnen werden.

Das ist jedoch ein schwieriges Unterfangen. Zur Anzeige gibt es einen Button und entsprechende CTAs. Nur gehört zur Wahrheit auch, dass Nutzer den Werbevideos wenig Aufmerksamkeit schenken. Die Nutzerintention bei YouTube-Videos unterscheidet sich eben fundamental von der Intention bei Google-Suchen. In diesem Fall will der Nutzer nur zum eigentlichen Video vordringen, während bei einer Suche die Anzeige dem Nutzerwillen deutlich nähersteht.

Um die Bekanntheit der eigenen Marke zu fördern, ist YouTube jedoch eine sehr gute Wahl. Allein die vielen Gestaltungsmöglichkeiten bieten großes Potential, sich beim Zielpublikum ins Gedächtnis einzubrennen.

Conversionraten bei Videoanzeigen

Ein großer Vorteil von Videoanzeigen sind die niedrigen Kosten für einen Touchpoint mit potentiellen Kunden. Das Abspielen eines Werbevideos ist viel billiger als ein Klick auf eine Textanzeige. Dadurch haben wir eine hohe Reichweite.

Nur die Conversionrate sind sehr niedrig. Bei von uns betreuten Konten liegt sie unter 0,1%. Wenn Sie nur auf Profitibalität aus sind, sollten Sie von Videokampagnen Abstand nehmen. Wenn Sie auf Reichweite aus sind, müssen Sie die Produktionskosten für die Videos noch einberechnen, aber dann könnten Sie von Videokampagnen durchaus profitieren.

Fazit

Es kommt immer etwas auf Ihr Unternehmen an, wenn Sie entscheiden müssen, welche Google Ads-Kampagnen Sie auf jeden Fall nutzen sollten.

Kampagnen für Profitmaximierung

An Suchkampagnen führt fast kein Weg vorbei. Sie sind conversionstark und Ihre Anzeigen sind für den Suchenden eigentlich immer sehr relevant. Sie müssen allerdings beachten, dass die Kosten pro Klick hier am höchsten sind und sich andere Kampagnenarten deshalb mehr für die Bekanntheitssteigerung eignen. Wenn Ihr Ziel aber nur der Profit ist, sind Suchkampagnen ohne Einschränkung zu empfehlen.

In diesem Fall sind auch Remarketing-Anzeigen (Display-Kampagnen) zu empfehlen. Wenn Sie dann Erfahrung mit Displaykampagnen gesammelt haben, können Sie Ihre Anzeigen auch auf das Format Gmail und allgemeine Bildanzeigen erweitern.

Shopping-Kampagnen sollten Sie hauptsächlich dann schalten, wenn Sie preisgünstig sind. Dafür lassen sich diese Kampagnen am einfachsten verwalten (wenn der Einstieg geschafft ist).

Von Videokampagnen sollten Sie aber bei Profitorientierung Abstand nehmen.

Kampagnen für Reichweitensteigerung

Insgesamt sind Display- und Video-Kampagnen eine gute Wahl, wenn Ihr Hauptziel die Reichweite ist. Videoanzeigen sind dabei noch geeigneter, weil sie nicht so einfach übersehen werden können wie Bildanzeigen. Hierbei sollten Sie nur abwägen, ob sich die zusätzlichen Investitionen in die Produktion der Videos lohnt.

Shopping-Kampagnen können eventuell eine Ergänzung sein, um die Klickzahlen zu steigern. Wenn Sie nicht nur auf Display- und Videowerbung setzen möchten, Ihnen aber die Klickkosten von Suchkampagnen zu hoch sind, können die billigeren Klicks bei Shopping-Kampagnen helfen, mehr Besucher auf Ihre Site zu kriegen.

Die Abwägung, welche Kampagnen Sie schalten, müssen immer Sie selbst treffen. Wenn Sie Ihr Geschäftsziel kennen, sollte diese Abwägung aber kein Problem sein.

Justin Hecht

Über den Autor

Der kleine Justin wurde öfters von seinen Eltern ertappt, wie er im Wohnzimmer saß und vor sich hin rechnete.



Kein Wunder also, dass er heute unser analytisches Super-Brain ist. Er löst die technischen Probleme, die bei Projekten anfallen oder plant deren technische Umsetzung.



Der technische Aspekt ist ihm immer am wichtigsten. Deshalb liegt es nahe, dass er sich gerne mit dem letzten Schrei aus dem Silicon Valley beschäftigt. Die Liebe zur Technik und Zukunft machte Justin zu einem Science Fiction-Fan. Am liebsten verkriecht er sich mit entsprechenden Büchern oder Filmen. Sein Baby wurde übrigens nach einem Planeten benannt.



Trotzdem ist er weit davon entfernt, das zu sein, was man sich unter einem typischen Computernerd vorstellt: Basketball liebt er ebenso sehr wie thailändische Küche.

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