4 Gründe wieso günstige Hoster viel zu teuer sind

Hosting wird meistens als eine Nebensache betrachtet, die im Online Marketing wenig Bedeutung hat, dabei ist gerade das Hosting ein entscheidender Faktor für Erfolg und Misserfolg des eigenen Marketings.

Gerade wenn es darum geht über die eigene Website Geld zu verdienen, sei dies in Form eines Onlineshops oder in Form einer Fimenseite, ist es jedoch unerlässlich, dass die Website ausgezeichnet funktioniert. Und hier kommt schon die Krux der Sache. Es werden tausende von Euro in das Design investiert, wochenlang an dem Aufbau geplant und dann wird die ganze Seite bei einem 5 € Webhoster über Shared Hosting gehosted.

Das Problem dabei ist, dass damit das schönste Design und die besten Texte an Kraft verlieren. Denn günstiges Hosting hat einige Probleme, die sehr teuer werden können. Doch in diesem Artikel soll es nicht über Probleme mit günstigen Hostern gehen, sondern über Gründe, wieso gutes Hosting entscheidend ist.

An dieser Stelle sei angemerkt, dass auch günstiges Hosting gut sein kann. Aber man muss unbedingt wissen, worauf es beim Hosting ankommt, um die Perlen unter den günstigen Hostern zu finden.

Grund 1: Geschwindigkeit

Der größte Konversionkiller (und meist unbemerkte Konversionkiller) ist die Ladezeit der eigenen Website. Laut einer Studie der Dyn Internet Intelligence verlassen 1/3 der Besucher in Deutschland die Website wieder, wenn diese nicht innerhalb von 3 Sekunden geladen hat.

In anderen Ländern werden schlechte Ladezeiten von den Konsumenten noch härter bestraft. So brechen in China 80% der Besucher ab, wenn die Seite nicht in 3 Sekunden steht.

Egal wie optimiert der eigene Shop ist oder wie gut die eigene Website gestaltet ist. Wenn 1/3 der Besucher, die Seite verlassen, bevor sie dies sehen können, hat man ein ernsthaftes Problem und verschenkt unnötig Geld.

Schlimmer wird die Situation natürlich noch, wenn man die Besucher über Werbung wie Google Adwords oder Facebook Ads akquiriert hat. In diesem Fall hat man nicht nur den finanziellen Ausfall durch die entgangenen Kunden, sondern bezahlt dafür auch noch.

Betrachtet diesen Umstand einmal in Zahlen, wird das gesamte Ausmaß dieser Tragödie noch besser sichtbar:

Von 1000 Besuchern brechen 333 (1/3) ab, weil die Seite nicht schnell genug lädt.
Bei 0,5 Euro pro Besucher sind das direkt bei der Akquise 166 Euro, die einfach verpuffen.
Hat die Website eine Konversionsrate von 1%, erhält man 7 Kunden statt 10.
Liegt der durchschnittliche Warenkorb bei 200 Euro verliert man hier erneut 600 Euro durch die Absprungrate.

Durch eine schlechte Websitegeschwindigkeit verliert man also in diesem Beispiel 766 Euro auf 1000 Besucher!

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Die Ladezeit ist also ein nicht zu unterschätzender Faktor, wenn es um die Performance der eigenen Website oder des eigenen Shops geht.

Google Pagespeed alter ServerIn der GooglePageSpeed Analyse auf der linken Seite, sieht man die Website von Blumenhaus Busam, die bei einem Standard Strato Paket gehosted wird (6 Euro pro Monat). Die Seite hat katastrophale Werte. Die mobilen Werte sind sogar noch schlimmer. Mit 38 von 100 Punkten auf dem Desktop und 30 von 100 Punkten in der mobilen Ansicht.

Praktisch schlägt sich das ein einer Ladezeit von etwa 8 – 10 Sekunden nieder. Viel zu langsam, um als ausreichend zu gelten.

Auf der rechten Seite haben wir die gleiche Seite (es wurde nichts geändert, außer dem Webhoster), die diesemal bei Raidboxes gehosted wirdGoogle Pagespeed neuer Server.

Die GooglePageSpeed Analyse der Seite lässt hier ein vernichtendes Urteil auf den Shared Hoster fallen.

Mit 86 von 100 Punkten auf dem Desktop und 69 von 100 Punkten in der mobilen Ansicht haben wir hier eine Leistungssteigerung von 126% im Vergleich zu Strato auf dem Desktop.

Der Preisunterschied im Hosting sind übrigens 3 Euro.

Macht das Strato jetzt zu einem schlechten Hoster? Nein! Sicherlich nicht. Es zeigt nur, dass die günstigen Shared Hosting Pakete von Strato für eine geschäftliche Website unbrauchbar sind.

Es lässt sich zum ersten Grund also sagen, dass man auf jeden Fall etwas mehr Geld investieren sollte, um einen schnellen Hoster zu haben. Das heißt allerdings nicht, dass der Hoster teuer sein muss.

Grund 2: Sicherheit

Ein Thema, dass meist erst dann relevant wird, wenn es zu spät ist. Die Sicherheit der eigenen Website. Wer schon einmal mit einer gehackten Seite zu kämpfen hatte, weis wie wichtig es ist, hier regelmäßige Backups anzulegen.

Da die wenigsten dies manuell machen, sollte man einen Hoster wählen, der hier automatisch in regelmäßigen Abständen Backups der eigenen Seite durchführt, damit man im Ernstfall schnell auf eine stabile Version der eigenen Seite zurückkehren und so den Betrieb aufrecht erhalten kann.

Gerade die günstigsten Webhoster haben hier häufig Engpässe und überlassen dies einem selbst. Wenn man bedenkt, dass eine Website, die durch einen Hacker Angriff lahm gelegt wurde nicht nur eine Zeit lang nicht erreichbar ist, sondern auch durch Google und andere Suchmaschinen abgestraft werden kann, sollte man diesen Aspekt auf keinen Fall vernachlässigen.

Websitewarnung bei gehackter Seite

Hinzu kommt natürlich auch, dass Besucher, die in dieser Zeit auf die Website wollen von den Browsern eine Sicherheitswarnung angezeigt bekommen. Und hier stellt sich direkt die allgemeine Frage: Würden Sie erneut eine Seite besuchen, welche von Ihrem Browser als potentiell gefährlich eingestuft wird?

Wohl eher nicht. Ein so verlorener Besucher wird wohl nie wieder auf die eigene Seite kommen.

Eine Website ohne Backups und Sicherheitseinstellungen ist eine fahrlässige Geschäftsschädigung!

Zudem bieten gute Hoster ein gutes Maß an Sicherheit auf dem eigenen Server, die es mutwilligen Angreifern zumindest erschwert, die eigene Website zu hacken.

Hier muss dazu gesagt werden, dass keine Website 100% sicher ist und auch die besten Sicherheitsvorkehrungen umgangen werden können. Womit wir wieder bei regelmäßigen Backups wären.

Ein weiterer Aspekt, der zur Sicherheit der Seite gehört ist die Verschlüsselung. Gerade wenn sensible Daten über die Website übermittelt werden, sollte eine Website zwingend ein SSL Zertifikat haben, welches auch hier für ein gewisses Maß an Sicherheit sorgt.

Während SSL Zertifikate auch bei günstigen Hostern zu erwerben sind, müssen diese meist für ein hohes Entgeld dazu gebucht werden. Bei Premium Anbietern ist ein SSL Zertifikat jedoch meistens im Paket inbegriffen.

Das SSL Zertifikat bringt uns auch direkt zum dritten Grund. Nämlich den Suchmaschinenplatzierungen.

Grund 3: Suchmaschinenplatzierung

Niemand kennt alle Faktoren, die für die Suchmaschinenrankings erforderlich sind außer Google selbst. Aber Google macht keinen großen Hehl daraus, dass die Ladegeschwindigkeit und die SSL Verschlüsselung immer wichtigere Faktoren im Google Ranking werden.

Und betrachtet man die Grundsätze von Google genauer, nämlich das Nutzererlebnis für die Suchenden stetig zu verbessern, ist dies auch kein Wunder.

Setzt man also auf ein schlechtes Hosting, verschlechtert man automatisch seine eigene Positionierung in den Suchergebnissen und sorgt somit für weniger organische Besucher und dadurch auch weniger Umsatz.

Eine Kausalkette, welche durch einen guten Premium Hoster vermieden werden kann.

Natürlich springt man nicht automatisch auf Position 1, nur weil man gute Ladezeiten und eine SSL verschlüsselte Seite hat. Aber Google gab bekannt, dass die SSL Verschlüsselung ab 2017 ein Rankingfaktor sein wird und die Position in den Suchergebnissen davon definitiv beeinträchtigt sein wird.

Unter Grund 1 schrieb ich, dass die Geschwindigkeit und daraus resultierende Absprungrate sich direkt negativ auf den Umsatz auswirkt. Ebenso verhält es sich natürlich auch, wenn die Geschwindigkeit der Seite und ein fehlendes SSL Zertifikat dazu führt, dass man in den Suchergebnissen weiter nach unten rutscht.

Klickratenverteilung in den Suchergebnissen

Laut einer Auswertung von Sistrix verteilen sich 91,85% der Klicks auf die ersten 5 Ergebnisse in der Google Suche. Die restlichen 8,15% verteilen sich auf die Plätze 6 – 11.

Wäre es nicht schade, wenn man eine Position nach unten rutscht, nur weil kein SSL Zertifikat vorhanden ist und die Ladezeit zu schlecht ist?

Um dies einmal plastisch in harten Zahlen auszudrücken:

Bei 10.000 Suchanfragen pro Monat verteilen sich die Besucher folgendermaßen.

Platz 1: 5.959 Besucher
Platz 2: 1.582 Besucher
Platz 3: 792 Besucher
Platz 4: 511 Besucher
Platz 5: 341 Besucher

Das Rechenbeispiel bei Grund 1 ging von einer Konversionsrate von 1% aus. Das wären im Umkehrschluss 59 Kunden (11800 Euro) bei Platz 1, 15 Kunden (3000 Euro) bei Platz 2 und 7 Kunden (1400 Euro) bei Platz 3.

Ich wiederhole meine Frage noch einmal. Wäre es nicht schade, wenn man eine Position nach unten rutscht, nur weil kein SSL Zertifikat vorhanden ist und die Ladezeit zu schlecht ist?

Die eigene Position in den Google Ergebnissen kann den Unterschied zwischen einem enorm profitablen Geschäft und einem unprofitablen Geschäft ausmachen.

Natürlich ist dies eine rein theoretische Rechnung. Die tatsächliche Konversionsrate hängt natürlich auch ab um welchen Suchbegriff es sich handelt. Ein normaler Blogbeitrag wird wohl kaum eine 1% Konversionsrate für die angebotenen Leistungen haben.

Ein Suchbegriff hingegen, welcher eine direkte Kaufintention beinhaltet, wird vermutlich eine höhere Konversionsrate haben als 1%.

Der Umstand bleibt also bestehen. Das fehlende SSL Zertifikat, oder die lange Ladezeit können mehrere Tausend Euro Unterschied am Ende des Monats ausmachen. Man sollte sich also fragen, ob die 5 Euro, die man beim Webhoster spart dies tatsächlich wert sind.

Das Maximum holen Sie aus Ihren Suchergebnissen übrigens, wenn Sie mit optimierten Webseiten arbeiten.

Grund 4: Support

Wie wichtig guter Service ist, stellt man leider auch erst dann fest, wenn man diesen wirklich benötigt. Bei einer gut laufenden Website braucht man den Support im Idealfall nie. Allerdings ist man heil froh, wenn man in die Bedrängnis kommt, Support zu brauchen und dann auf einen erstklassigen Service zurückgreifen kann.

Dieser Service muss nicht unbedingt 24/7 erreichbar sein, aber muss einem bei Problemen schnell und fachkundig Auskunft geben können. Ich habe bei günstigen Anbietern schon Stunden in der Hotline zugebracht um dann eine mehr als unbefriedigende Antwort zu erhalten.

Umso wichtiger ist es mir mittlerweile, dass ich auf einen gut geschulten und hilfsbereiten Support zurückgreifen kann. Im Ernstfall kann eine Downtime der eigenen Seite aufgrund von Datenbankfehlern oder falsch installierten Plugins genau so teuer werden, wie eine schlechte Ladezeit der Website.

Man stelle sich nur einmal vor, die eigene Seite ist in der Hochsaison oder während einem Launch plötzlich offline und die Besucher können nichts mehr über die Website buchen oder kaufen.

Bei einem solchen Horror Szenario kann man innerhalb weniger Stunden mehrere Tausend Euro verlieren. Ein Umstand, den man mit einem guten Support in der Regel vermeiden kann.

Fazit: Ein billiger Hoster ist deutlich zu teuer!

Betrachtet man diese 4 Gründe und wendet seine auf seine eigene Statistik und Umsatzzahlen an, so kann man schnell erkennen, wie teuer der günstige Hoster wirklich ist.

Im schlimmsten Fall kostet ein billig Hoster mehrere 10.000 Euro pro Jahr an potentiellem Umsatz. Leider ist dies Umsatz, der den meisten Unternehmen nicht auffällt. Was man nicht hat kann man schließlich nicht vermissen.

Das Unwissen über diese verschenkten Umsätze macht es jedoch umso tragischer, da so eigentlich profitable Unternehmen unter Umständen wesentlich mehr zu kämpfen haben, als sie dies eigentlich müssten.

Es lohnt sich also auf jeden Fall, den eigenen Hoster einmal einer genaueren Prüfung zu unterziehen, um festzustellen, ob hier nicht möglicherweise Umsatz verschenkt wird, den man normalerweise einfach so mitnehmen könnte.

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Über den Autor

Matthias zeichnet gerne Diagramme von umzusetzenden Verkaufstrichtern und testet gerne exzessiv verschiedenste Marketingmöglichkeiten. Er betreibt zwei Podcasts, den DyneForge "Inbound Marketing Podcast" und den "Marketing unterwegs" Podcast.

Matthias

Hallo Michael,

danke für Ihren Kommentar. Wenn Sie SEO Optimierer sind, sollten Sie Sistrix eigentlich kennen. Deren Auswertungen der Klickraten in den Suchergebnissen als „komplett frei erfunden“ zu bezeichnen finde ich etwas harsch. Der Sistrix Artikel ist direkt verlinkt. Sie sollten ihn eigentlich lesen, bevor Sie diesen kritisieren.

SSL wird leider eine Rankingfaktor. Wäre mir selbst auch lieber wenn nicht, aber Google will das eben so. Den Artikel dazu habe ich auch verlinkt. Also bitte erst lesen, bevor man das kritisiert. Und ein Rankingplus von 1,7 Plätzen nur durch die Umstellung auf ein SSL Zertifikat ist doch wunderbar. Einfacher kann man ja Ihrer Aussage nach nicht in den Suchergebnissen nach oben gelangen.

Da Sie sich so gut auskennen. Wie viele Plätze steigt man dann konkret durch einen schnellen Server und ein SSL Zertifikat?

Sie sind übrigens herzlich eingeladen Ihre Leistungen hier nierder zu schreiben. Da Sie ein SEO Optimierer sind, werden Sie sicherlich eine Website haben um diese Leistungen anzubieten. Wieso haben Sie diese nicht verlinkt?

Michael K

„SSL Verschlüsselung immer wichtigere Faktoren im Google Ranking werden“ – als Seo-Optimierer muss ich dazu sagen: So ein Quatsch! SSL bewirkt eine minimale Verbesserung, durchschnittlich 1,7 Plätze. SSL ist einer der unwichtigsten Faktoren überhaupt.
Auch stimmt die Klick-Rate bei den Such-Ergebnissen kein bisschen, komplett frei erfunden. Nachweislich ist der 3. Platz der beste, da dieser in Augenhöhe ist – ausser wenn viele Adwords -Anzeigen vorhanden sind. Ich könnte nun 10 andere Aussagen bemängeln, Fakt ist: Der Author hat weder Ahnung von Seo noch von Onlinemarketing.

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